Lexikon der deutschen Krimi-Autoren
seit 1986 im Dienste des Verbrechens....
Schatten, Viola


Pseudonym für: Elke Schmitter und Veit Heinichen

BIOGRAPHIE: * 1953 in Bonn


Viola Schatten ist ein Pseudonym, unter dem zwischen 1990 und 1994 fünf Kriminalromane erschienen..

Nach der veröffentlichten fiktiven Vita studierte "Viola Schatten" Philosophie und Psychologie in München und Paris. 1981 heiratete sie einen Frankfurter Politiker. Ihrem ersten Kriminalroman schrieb sie 1987 in einem Sanatorium in der Schweiz.
In ihren Romanen verwendete Viola Schatten immer wieder reale Ereignisse und exitierende Personen aus Frankfurt und Umgebung, die in die Kriminalfälle verwickelt wurden, mit denen die Serienheldin Ruth Maria von Kadell zu tun hatte. Bei der Spekulationen über die wahre Identität der Autorin fielen Namen wie Cora Stephan, Ulla Hahn und Eva Demski, es wurden auch Vermutungungen über ein mehrköpfiges Autorenteam geäußert.

Über die Autorin "Viola Schatten"::

Schmid, Wieland: Pfiffig, gewaltlos und irreführend, in: Süddeutsche Zeitung, München, 9.5.1990
Beltz, Matthias: Mord vor dem Orfeo, in: DIE ZEIT, Hamburg Nr 29/1991
Schmitter, Elke: Fragwürdigstes - ein Besuch bei Viola Schatten, in: die tageszeitung, Berlin, 12.10.1991


Nach den Erkenntnissen des LEXIKONS DER KRIMINALLITERATUR und anderer stand die Journalistin Elke Schmitter (gemeinsam mit Veit Heinichen) hinter dem Pseudonym Viola Schatten.

Elke Schmitter, geboren 1961 in Krefeld, studierte Philosophie in München. Sie war Journalistin bei der „taz" und arbeitet seit 1994 als freie Autorin u.a. für „Die Zeit" und die „Süddeutsche Zeitung".
Veröffentlichungen:
1981 Windschatten im Konjunktiv. Gedichte;
1998 Und grüß‘ mich nicht unter den Linden. Kommentar zu Heinrich Heine
2000 Frau Sartoris  Berlin Verlag, Berlin

Auch der SPIEGEL gibt einen dezenten Hinweis anlässlich der Veröffentlichung von FRAU SARTORIS:
Zitat: Elke Schmitter, 39, als Mitarbeiterin von "Tageszeitung" (dort einige Zeit in der Chefredaktion tätig) und "Zeit" bekannt geworden, ist schriftstellerisch bisher wenig in Erscheinung getreten: mit einem frühen Gedichtband und pseudonymen Ausflügen ins Krimi-Genre. In ihrem ersten Roman unter eigenem Namen ist sie so kühn, eine Heldin zu porträtieren, die in ganz altmodischer Weise, wie eine Verirrte aus dem 19. Jahrhundert, die Liebe sucht: keine Affären, nicht Familie um jeden Preis, keine bequeme Partnerschaft, sondern die Liebe.
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,75201,00.html



KRIMINALROMANE von "Viola Schatten":
1990 Schweinereien passieren montags (Fischer 10282) OA
1991 Dienstag war die Nacht nur kurz (Fischer 10681) OA
1992 Mittwoch war der Staß vorbei (Fischer 11297) OA
1993 Donnerstag war's beinah aus (Fischer 11592) OA
1994 Kluge Kinder sterben freitags (Fischer 11620) OA

last update: 12.6.2001
last update 5.1.2011

*** E N D E ***

H.P. Karr:
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